Fashion 
Die britische Mode ist bekannt für ihre Eleganz, Funktionalität und Tradition. Sei es nun der Tweed-Stoff oder die ikonischen, schottischen Tartan-Muster, die diese Stilrichtung prägen. Zu den bekanntesten britischen alt eingesessenen Modemarken zählen u.a.:
(sortiert nach Gründungsjahr)
Johnstons of Elgin
1797 von Alexander Johnston in Elgin, Moray, Schottland gegründet und zählt zu den traditionsreichsten Textilmanufakturen Großbritanniens. Das Familienunternehmen ist seitdem in Familienbesitz und wird bis heute unabhängig geführt.
Die Marke ist weltweit für luxuriöse Kaschmirprodukte, feinste Wolle und exzellente Handwerkskunst bekannt.
Eine Besonderheit ist die vollständig in Schottland stattfindende Fertigung:
Von der Auswahl der Naturfasern über das Spinnen, Weben und Stricken bis zur Veredelung erfolgen nahezu alle Produktionsschritte in den zwei eigenen Manufakturen (in Elgin und Hawick – Scottish Borders). Verarbeitet werden ausschließlich hochwertige Materialien wie Kaschmir, Merinowolle, Lambswool und Vicuña.
Zum Sortiment gehören Schals, Pullover, Cardigans, Mützen, Handschuhe, Decken sowie hochwertige Stoffe und Strickwaren. Mit zeitlosem Design, außergewöhnlicher Qualität und einer über 225-jährigen Tradition steht Johnstons of Elgin heute für authentische schottische Luxusmode und nachhaltige Fertigung auf höchstem Niveau.
Nur wenige wissen, dass Johnstons of Elgin auch als OEM-Hersteller für einige der exklusivsten Luxusmarken der Welt produziert. Zu den bekannten Kunden gehören unter anderem: Hermès, Chanel, Louis Vuitton, Burberry, Ralph Lauren
Im Gegensatz zu Marken wie Burberry oder Alexander McQueen setzt Johnstons kaum auf auffällige Logos oder wechselnde Modetrends. Stattdessen stehen Materialqualität, Komfort und zeitloses Design im Mittelpunkt.
Für Liebhaber britischer Lebensart – etwa im Umfeld von Oldtimern, Landhausstil oder Country Fashion – gilt Johnstons of Elgin als eine der authentischsten schottischen Luxusmarken überhaupt.
Seit 2024 trägt Johnstons of Elgin den Royal Warrant von König Charles III.
Pringle of Scotland
1815 von Robert Pringle in Hawick, Schottland, gegründet, zählt zu den ältesten noch aktiven Luxus-Strickwarenmarken der Welt.
Bekannt wurde das Unternehmen durch hochwertige Kaschmir- und Wollstrickwaren sowie durch ikonische Argyle-Muster*, die bis heute als Markenzeichen gelten. In den 1950er-Jahren prägte Pringle of Scotland mit seinen Twinsets und klassischen Strickdesigns die britische Modewelt und wurde international bekannt.
Besonders ist das charakteristische Löwen-Logo, das für schottische Tradition und Qualität steht. Zum Sortiment gehören Pullover, Cardigans, Westen, Schals, Mützen sowie hochwertige Damen- und Herrenmode.
Von 1956 bis 2011 war Pringle of Scotland offizieller Royal Warrant Holder des britischen Königshauses.
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Ein Argyle-Muster besteht aus rautenförmigen, schachbrettartig angeordneten Blöcken, üblicherweise mit gekreuzten Streifen in einer Kontrastfarbe. Die überlappenden Motive führen dabei zu einem dreidimensionalen Aussehen. Das Muster hat seinen Ursprung im Tartan des Clans Campbell aus Argyll.
Aquascutum
1851 von John Emary in London, England gegründet und zählt zu den ältesten britischen Luxus- und Bekleidungsmarken.
Bekannt wurde das Unternehmen durch seine wasserdichten Mäntel, insbesondere den Trenchcoat, sowie durch die Erfindung wetterfester Wollstoffe. Der Name Aquascutum bedeutet „Wasserschild“ und spiegelt die Kernkompetenz der Marke wider.
Mit ihren innovativen Materialien gewann Aquascutum schnell Anerkennung und belieferte im Laufe der Zeit Militärangehörige, Mitglieder des Königshauses und internationale Kundschaft.
Charakteristisch sind das markante Ritter-Logo und das klassische Club-Check-Karomuster.
Von 1897 bis 2011 war Aquascutum britischer Hoflieferant (Royal Warrant).
Zum Sortiment gehören Trenchcoats, Mäntel, Anzüge, Jacken, Hemden, Strickwaren und Accessoires.
Als Erkennungsmerkmal vieler Produkte dient das charakteristische Club Check-Karomuster
Burberry
1856 gründet Thomas Burberry die Firma im Alter von nur 21 Jahren in Basingstoke, England. Er ist der Überzeugung, dass Bekleidung den Menschen vor jeglichen Kapriolen des britischen Wetters optimal schützen sollte.
Die britische Traditionsmarke wurde durch den ikonischen Trenchcoat, das charakteristische Burberry Check-Karomuster und den Equestrian Knight Logo weltweit bekannt. Aus der ursprünglichen Outdoor-Bekleidungsmarke entwickelte sich ein international führendes Luxuslabel. Besonders ist die Verbindung aus britischer Eleganz, Innovation und zeitlosem Design. Zum Sortiment gehören Trenchcoats, Jacken, Mäntel, Kleidung, Taschen, Schuhe, Schals und Accessoires.
Burberry war königlicher Hoflieferant: mit Royal Warrants von Königin Elizabeth II. (1955–2020) und dem Prince of Wales (1989–2020).
Erst in den 1920ern wurde erstmals das bekannte beiges Tartan / Burberry-Karomuster als Futter für die Regenkleidung eingeführt.
Der Klassiker: Der beige Trenchcoat
J. Barbour & Sons Ltd
1894 eröffnete John Barbour am Market Place in South Shields sein erstes Geschäft. Heute wird das Familienunternehmen in der fünften Generation geführt und hat seinen Sitz noch immer im Nordosten Englands.
1974 erhielt Barbour von Queen Elizabeth II., dem Duke of Edinburgh und dem Prince of Wales, Royal Warrants und ist damit offizieller Hoflieferant des britischen Königshauses bis heute.
Der Klassiker: Die “Beaufort“-Jagdjacke
Seit 1983 ursprünglich aus grünem Waxcotton und mit braunen Cord-Kragen sowie der großen “Wild-Tasche” im Rückenteil.
Besonders beliebt sind diese älteren Modelle mit dem alten grün/schwarz/weißen/gelb “Gordon Dress Tartan” als Futter (bis ca. 1998) und wenn sie “schön speckig” ist.
Belstaff
1924 in Staffordshire (Stoke-on-Trent, England) von Eli Belovitch und sein Schwiegersohn Harry Grosberg gegründet, um hochwertige Bikerjacken anzubieten. Der Name ist eine Kombination aus den ersten Buchstaben des Namens Belovitch und dem Gründungsort Staffordshire.
Besonders prägend ist die Trialmaster-Jacke mit dem markanten Vier-Taschen-Design sowie das charakteristische Phoenix-Logo. Belstaff steht für britische Heritage-Mode, technische Materialien und zeitloses Design. Zum Sortiment gehören Wachsjacken, Lederjacken, Mäntel, Outdoor-Bekleidung, Schuhe und Accessoires und ist heute bekannt für robuste Motorradbekleidung, ikonische Wachsjacken und ihre Verbindung zu Abenteurern, Piloten und Motorsportlern.
Die Marke erhielt einen Royal Warrant von König George VI. (1940), darf diese Auszeichnung aktuell nicht mehr führen.
Fred Perry
1952 vom dreifachen Wimbledon-Champion Fred Perry – gemeinsam mit dem österreichischen Fußballer Tibor Reich in London, England gegründet.
Die Marke wurde durch ihr Polohemd mit dem charakteristischen Lorbeerkranz weltberühmt und verbindet bis heute Sportbekleidung mit britischer Street- und Subkultur. Besonders ist die enge Verbindung zu Tennis, Musik und verschiedenen Jugendbewegungen. Zum Sortiment gehören Poloshirts, T-Shirts, Hemden, Strickwaren, Sweatshirts, Jacken, Hosen, Schuhe sowie Accessoires – alles im zeitlosen britischen Stil mit hohem Wiedererkennungswert.
Lonsdale
1960 durch den Briten Bernhard Hart gegründet. Der Markenname bezieht sich auf den fünften Grafen von Lonsdale (Hugh Cecil Lowther, 5th Earl of Lonsdale, 1857–1944), der sich in den 1890er-Jahren um den modernen Boxsport verdient machte.
Daher war die Marke ursprünglich reiner Spezialist für Boxsportbekleidung und wurde durch ihre Verbindung zum britischen Boxen international bekannt. Besonders prägend sind das markante Löwenkopf-Logo, der klassische Schriftzug und der typisch britische Retro-Stil.
In den 1970er- und 1980er-Jahren entwickelte sich Lonsdale zudem zu einer bekannten Streetwear-Marke. Zum Sortiment gehören heute T-Shirts, Sweatshirts, Jacken, Hosen, Schuhe, Boxsportartikel und Accessoires.
By the way:
Eine andere Modeerscheinung, die auch auf der Insel Ihren Ursprung hat, sind allerdings auch die Punks!