Jaguar E-Type – Austin Powers lässt grüßen

Es gibt britische Klassiker, die man bewundert. Und es gibt solche, bei denen man unwillkürlich stehen bleibt, zweimal hinschaut – und sich fragt, ob Austin Powers gerade um die Ecke kommt.

Dieser Jaguar E-Type Series 2 Cabriolet aus dem Jahr 1970 gehört eindeutig zur zweiten Kategorie. Schon der E-Type selbst zählt zu den großen Ikonen der britischen Automobilgeschichte. Aber dieses Exemplar geht noch einen entscheidenden Schritt weiter: Mit seiner handgemalten Union-Jack-Lackierung, dem roten Verdeck, dem zweifarbigen Interieur und den verchromten Speichenrädern ist Understatement definitiv nicht seine stärkste Disziplin.

Und genau hier wird es interessant.

Das Fahrzeug wird derzeit im Rahmen einer Auktion von Route 66 Auctions angeboten. Wer bei diesem ungewöhnlichen E-Type neugierig geworden ist, findet das vollständige Angebot, weitere Informationen und die Möglichkeit zur Teilnahme direkt bei Route 66 Auctions:

Zur Auktion: https://www.route66auctions.com/de/product/jaguar-e-type-1970-j3046-2/

Das Fahrzeug wurde laut Anbieter 1999 restauriert und als offizielles Werbefahrzeug für den Austin-Powers-Film „Austin Powers – Spion in geheimer Missionarsstellung“ eingesetzt. Von dieser speziellen Ausführung sollen lediglich zwei Exemplare für die Film-Werbekampagne gebaut worden sein; ein Schreiben der beteiligten Filmgesellschaft soll diese Geschichte dokumentieren.

Unter der langen Motorhaube arbeitet dabei keineswegs nur Filmkulisse: Ein 4,2-Liter-Reihensechszylinder ist mit einem manuellen Vierganggetriebe verbunden. Dazu kommen Holz-Sportlenkrad und Speichenräder – genau jene Zutaten, die einen E-Type auch ohne Union Jack zu einem ausgesprochen britischen Automobil machen.

Natürlich ist dieses Auto nicht für denjenigen gedacht, der seinen Oldtimer am liebsten möglichst unauffällig in British Racing Green neben die Hecke stellt.

Dieser E-Type will gesehen werden.

Er ist ein bisschen Swinging Sixties, ein bisschen Hollywood, eine ordentliche Portion britischer Exzentrik – und ziemlich viel Austin Powers. Oder, um es mit dem passenden Augenzwinkern zu sagen: „Oh, behave!“

Interessant ist dabei gerade der Kontrast: Die elegante, beinahe skulpturale Linienführung des E-Type trifft auf eine Lackierung, die aus jedem Parkplatz eine kleine Bühne macht. Das ist nicht mehr einfach nur ein klassischer Jaguar. Es ist ein Automobil mit Geschichte, Charakter und einer gehörigen Portion Popkultur.

Und vielleicht liegt genau darin der Reiz.

Denn während viele Klassiker mit zunehmendem Alter immer vorsichtiger behandelt werden, darf dieser Jaguar ruhig erzählen, was er erlebt hat. Er muss nicht in der Reihe der nächsten zehn schwarzen oder dunkelgrünen E-Types verschwinden. Er hat seinen eigenen Auftritt längst gefunden.

Für alle, die beim Thema britische Klassiker nicht nur nach Originalität, sondern nach dem wirklich BESONDEREN suchen, dürfte dieser E-Type ziemlich genau ins Beuteschema passen.

Wie immer bei einem Auktionsfahrzeug gilt allerdings: Die Angaben des Anbieters sollten vor einer Gebotsabgabe sorgfältig geprüft werden. Route 66 Auctions weist selbst auf die Möglichkeit einer Besichtigung und eigenen Prüfung des Fahrzeugs hin.

Und jetzt seid ihr gefragt:

Würdet ihr einen Jaguar E-Type lieber klassisch und dezent fahren – oder darf ein britischer Klassiker ruhig einmal so richtig aus der Reihe tanzen?

Und Hand aufs Herz: Wer von euch hätte beim Anblick dieses E-Types nicht zumindest kurz „Yeah, baby!“ im Kopf? 🇬🇧😎

 

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